Glanzunion Design, Web und Film Freelancer-Kollektiv aus dem Rhein-Main-Gebiet

13Sep/080

IBC2008 – pixelfarm, red, adobe, eyeon

so, heute war also mein erster Tag als "Demo-Artist" aber so recht wusste keiner warum ich am Stand bin. Marcos, der deutsche Reseller, kam erst später und so hatte ich Zeit bei ein paar Demos zuzuschauen. Danach bin ich mal zu den anderen Ständen gegangen. Meine erstes Ziel war natürlich der Red Stand, weil ich überlege mit die Scralet zu bestellen, aber die ist garnicht so klein wie man glaubt. Leider wars nur ein Dummy hinter Glas, also war es schwer nen Maßstab zu finden. Ich hoffe ich komme morgen beim Red User Meeting näher ran.

Dann bin ich mal wieder Adobe auf die Nerven gegangen. Es durfte noch keiner bestätigen aber am 23. September wird wohl die CS4 angekündigt. Bisher durften aber nur die Video Produkte gezeigt werden. Und da gibts vor allem Neuigkeiten was die Zusammenarbeit unter den Produkten angeht. Wenn Avid und Apple nicht endlch mal innovativ werden, könnte es Premiere gelingen auch in Professionellen Umfeld Fuß zu fassen.
Bei den Print Produkten gabs erst mal noch keine offiziellen News, aber zumindest dass es bald Tabs in Photoshop geben wird konnte ich sehen. Evolution statt Revoltion ist hier wohl das Motto.

Viel intressanter fand ich danach die Präsentation von Eyeon Generation (die Fusion Firma). Nachdem Nuke gerade im Film Bereich große Marktanteile gewinnen konnte hat sich Eyeon stärker auf die Werbung eingeschossen und mit ihrem neuen Workflow Tool einen Volltreffer gelandet.
Ich versuche mal zu erklären wozu Generation gut ist:
Generation erweitert Fusion um eine Timeline. Man kann verschiedene Clips hintereinander abspielen und jeweils unterschiedliche versionen davon benutzen, (wie Scratch nur ohne Grading). Man kann direkt aus der Software Fusion-Comps erstellen, die sich nach dem Bearbeiten automatisch wieder bei Generation anmelden. Hier kommt dann die 2. Funktion der Software zu tragen, denn sie dient gleichzeitig als Render Manager. Ausserdem kann man die Software zur Shotverwaltung einsetzen, so ist es möglich Comments zum Clip oder einzelnen Frames zu hinterlassen, die dann automatisch an jeden Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Dazu gibts auch einen Player, der für die Artists gedacht ist. Damit können sie zwar nichts mehr am Schnitt ändern, aber ihren fertigen Clip im Zusammenhang anschauen.


Besonders cool für Kundenbesuche ist auch die Proxyfunktion. Denn damit kann man sich 4K clips auf Notebookformat schrumpfen lassen und dann überall hin mitnehmen. Vor Ort kann man dann die Korrekturen erfassen und später wieder auf die volle Auflösung zugreifen.
Adobe bietet für Premiere und AFX zwar ähnliche Funktionen. Aber bei der Versionierung gehen sie weitaus schlampiger vor. Bisher gabs solche Möglichkeiten nur mit den großen Autodeskmaschinen.

Nach meinem Ausflug habe ich dann auch endlich erfahren warum ich genau hier bin. Ich soll mir PF Clean draufschaffen damit ich in Zukunft dafür Demos machen kann. Mittlerweile weiß ich auch was man damit anstellen kann, wobei für mich als Digitalfilmer das meiste nutzlos ist. Man kann Staub, Kratzer und Entwicklungsfehler von Filmscans entfernen. Zum erhalten alter Filme mag das ja sinnvoll sein, aber ich verstehe immer weniger warum es sich Leute antuen auf Film zu drehen.
Naja, dafür hat mich das neue PF Track 5 umgehauen. Endlich kann man Referenz Frames einsetzen. Damit kann man Fotos vom Set zum erstellen der 3d Szene benutzen und bekommt bei Nodal-pans echte Tiefeninfos und beim Imagebased Modeling eröffnen die Hochaufgelösten Fotos extrem feine Texturen. Desweiteren gibt’s jetzt auch Stereoscopic und die User Features sind jetzt Planartracker statt Pointtacker.

Wem das zuviel rumgenerde war, der kann gerne nachfragen.

PS: In meinem Hotel streikt grad das Internet, deshalb wird dieser Beitrag wohl erst Samstag erscheinen. (ich werde aber das Datum fälschen ;)